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Verpackungen aus Graspapier

Erfahren Sie hier, warum Karton aus Gras auf dem Weg zum Verpackungsmaterial der Zukunft ist.

Umweltschutz ist in der ressourcenintensiven Druck- und Verpackungsindustrie ein sehr wichtiges Thema. Auch wir von madika legen viel Wert darauf, die Umwelt zu schonen - so erhalten wir zum Beispiel Strom aus unserer hauseigenen Solaranlage, nutzen zudem eine Wärmerückgewinnungsanlage und stellen unseren Fuhrpark nach und nach auf rein elektrisch betriebene Autos um. 

In den letzten Jahren hat sich die Forschung mit alternativen und umweltfreundlicheren holzfreien Rohstoffen für die Papierherstellung befasst, von denen besonders Gras von Bedeutung gewonnen hat. Das Verfahren zur alternativen Papierherstellung wurde von Uwe D’Agnon entwickelt, mit der Vision, Energie, Wasser und Ressourcen zu schonen und Papier umweltfreundlicher zu machen.

Was es mit Graspapier auf sich hat und warum es eine der besten Alternativen zu Papier aus Holz ist, erfahren Sie hier.

Was ist Graspapier?

Graspapier ist Papier, welches auf Grasbasis hergestellt wird. Dabei handelt es sich um ein Mischprodukt aus Grasfasern aus Heu, die mit Altpapier oder Frischfasern aus Holz gemischt werden. Je nach Hersteller kann bis zu 50 %  des Graspapiers aus Gras bestehen. Das Papier ist im Digital- oder Offsetdruckverfahren bedruckbar und eignet sich unter anderem auch für Wellpappe, Pappe, Faltschachteln, und Kartonagen.

 

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Wie wird Graspapier hergestellt?

Die Herstellung des Grasanteils im Papier erfolgt ohne chemische Stoffe. Die Grasfasern kommen von Ausgleichsflächen und werden zu Heu getrocknet, welches anschließend zu Pellets gepresst wird. Diese Graspellets werden bei der Aufbereitung der frischen Holzfasern oder des Altpapiers einfach mit in den Wassertank gegeben, wo sie zu Boden sinken und sich auflösen. Die gepresste Form des Rohstoffs sorgt für ein höheres Gewicht der Fasern und führt dazu, dass sie absinken und sich auflösen können, was bei den losen Fasern nicht möglich wäre. Diese würden durch ihr geringes Gewicht auf der Wasseroberfläche schwimmen und die Mühle verstopfen.

Warum ist Graspapier umweltfreundlich?

Die Gräser für die Papiergewinnung stammen von Ausgleichsflächen und müssen nicht gesondert angebaut und bewirtschaftet werden. Durch diese Flächen werden keine Lebensräume zerstört, da sie unter anderem als Ausgleich zu neu gebauten Straßen entstehen und nicht bewirtschaftet werden dürfen. Gras ist außerdem ein sehr schnell und vor allem regional nachwachsender Rohstoff, der in Massen zur Verfügung steht. Je höher der Grasanteil im Papier ist und je natürlicher die „Ernte“-Wiesen sind, umso größer sind die CO2-Einsparungen. Da die Pellets sehr leicht und platzsparend sind, lassen sich große Mengen umweltfreundlicher transportieren.

Graspapier

 

Welche alternativen Papiersorten gibt es?

Die Möglichkeiten für holzfreies Papier sind vielzählig, da kontinuierlich geforscht wird. Derzeit ist es leider nur beschränkt möglich, auf Holz zu verzichten, weshalb viele der Alternativen einen gewissen Holzanteil beinhalten. Es gibt unter anderem Algenpapier, Milchpapier, Bierpapier und sogar Steinpapier, welches aus Kalksteinmehl und Polyethylen-Harz besteht. Diese stellen zwar umweltschonende Alternativen dar, haben aber höhere Anschaffungskosten als herkömmliches Papier und sind in ihrer Verwendung eingeschränkt, da sie verschieden auf Bedruckungen reagieren. 

Genauso wie Steinpapier ohne Holzanteil hergestellt wird, gibt es noch weitere Rohstoffe, die ohne Holz zu Papier verarbeitet werden können. Besonders die Bambuspflanze, die nur mit Zuckerrohr vermischt wird, weist in ihrem regionalen Umfeld eine positive Umweltbilanz auf, da sie viel CO2 aufnimmt, geringe Wassermengen benötigt und schon nach wenigen Tagen erntereif ist. Das daraus produzierte Papier ist vollkommen recycelbar ist und hat einen hohen natürlichen Weißegrad, weshalb es kaum bis gar nicht nachträglich aufgehellt werden muss. In Deutschland wird Bambuspapier allerdings nicht zum Drucken verwendet, da es trotz variierender Kosten vergleichsweise teuer ist und durch den langen Transport seinen Klimavorteil wieder verliert.

Eine weitere holzfreie Alternative stellt Hanfpapier dar, welches in reiner Form, aber auch als Mischpapier vorkommt. Hanf hat viele Vorteile gegenüber dem klassischen Holzanbau, da er schnell nachwächst und eine der Pflanzen mit den längsten Zellulosefasern ist, wodurch das Papier selbst im feuchten Zustand sehr reißfest ist und öfter recycelt werden kann als andere Papiersorten. Allerdings muss Hanf, im Gegensatz zu Gras von Ausgleichsflächen, eigens angebaut und bewirtschaftet werden und ist kostenaufwendig in der Anschaffung. Deshalb wird es nur in wenigen Produkten wie Banknoten, Zigarettenpapier und technischen Filterpapieren genutzt.

Vorteile von Graspapier

  • Ohne chemische Stoffe
  • Frei von Mineralölen und dadurch von schädlichen Stoffen und somit für Lebensmittelverpackungen geeignet
  • Für Allergiker geeignet
  • Wasser- und energiesparend
  • CO2 einsparend durch regionalen An- und Abbau
  • Heuernte mehrmals im Jahr möglich
  • Recyclingfähig und kompostierbar
  • Geringes Gewicht und Volumen in Pellet-Form
  • Nutzen von Ausgleichsflächen: Nutzflächen müssen nicht extra angelegt und bewirtschaftet werden
  • Geeignet für Naturprodukte und Kosmetik durch seine besondere Haptik
  • Geringer Ligninanteil: Lignin ist verantwortlich für die Festigkeit und Stabilität der Pflanze und sorgt für die Verholzung der Zellen. Es ist biologisch und chemisch schwer abbaubar und muss aufwendig entfernt werden. Der chemische Abbau von Lignin ist sehr energieaufwendig und erzeugt Toxine, weshalb der geringe Anteil im Gras ein bedeutender Vorteil ist.

Was kann man aus Graspapier machen?

Graspapier Produkte 

Die Anwendungsmöglichkeiten sind äußerst vielseitig, da sich jedes Produkt bis hin zu Lebensmitteln darin verpacken lässt, wie zum Beispiel Visitenkarten, Etiketten, Faltschachteln, Broschüren, Notizblöcken, Kartonagen, Pappe, Wellpappe, Eierkartons und Booklets. Voraussichtlich 2020 wird Graspapier zu unserem regulären Sortiment hinzugefügt. Es ist aber bereits jetzt möglich, über eine Anfrage auch Graspapier bei madika bedrucken zu lassen. Interessiert an Verpackungen aus Graspapier?

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Fazit: ist Graspapier die beste Alternative?

Obwohl andere Sorten auf den ersten Blick umweltfreundlicher scheinen, sind sie noch viel zu teuer und teilweise ungeeignet für die Druckbranche. Beispielsweise wären Bambus und Hanf gute alternative Rohstoffe, da sie ohne Zugabe von holzhaltigem Papier hergestellt werden. Allerdings muss Hanf jährlich neu gesät und bewirtschaftet werden, während das Gras von Ausgleichsflächen kommt, die sich selbst überlassen werden. Da Bambus nicht regional wächst, muss er oder das fertige Papier in jedem Fall weite Strecken transportiert werden, wodurch sich die CO2-Bilanz deutlich verschlechtert.

Fazit: Auch wenn Graspapier derzeit aus „nur“ maximal 50% Gras bestehen kann, ist es die umweltfreundlichste Alternative zum herkömmlichen Papier aus Holz.

 

Über den Blog

In unserem Blog finden Sie aktuelle
und spannende Einblicke in die Welt der Verpackungen. Wir präsentieren hier interessante Ideen für Ihr nächstes Verpackungprojekt, sowie wertvolle Tipps rund um den Verpackungsdruck.

Josef Egger

Josef Egger

Josef Egger stieg 2016 nach seinem Masterstudium Druck- und Medientechnik in die Familiendruckerei ein und führt heute das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Xaver Egger in fünfter Generation. Die junge Doppelspitze wurde erst kürzlich doppelt ausgezeichnet und darf sich über die Titel Familiendruckerei und Verpackungs-druckerei des Jahres 2019 freuen.

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